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Sponsored Brand Ads – in 12 Schritten zur ersten SB-Kampagne

In 12 Schritten zur ersten Sponsored Brands Kampagne

Sponsored Brand Ads (kurz: SPA) sind gesponserte Banneranzeigen unter- oder oberhalb der Suchergebnisse, auf Produktdetailseiten oder im Leaderboard. Im Gegensatz zu Sponsored Products Anzeigen, haben Sie hierbei etwas mehr Flexibilität in der Gestaltung. Dafür ist dem Endkunden auch ohne die Kennzeichnung „Gesponsert“ in der rechten unteren Ecke klar, dass es sich hierbei um Werbung handelt.  Sponsored Brands Anzeigen können entweder keywordbasiert oder produktbezogen ausgerichtet sein. Es ist die derzeit einzige Anzeigenart, mit welcher Sie Interessenten zu Ihrem Store umleiten und somit den Traffic dafür deutlich erhöhen können.

Sponsored Brands Ad Beispiel

So kann eine Sponsored Brands Anzeige in der Desktop-Ansicht aussehen.

Sie finden die Advertising-Plattform im Vendor-/Seller-Central unter „Werbung“ oder per Klick auf den folgenden Button:  Weiterleitung zu Amazon Advertising

So erstellen Sie Ihre erste Sponsored Brands Kampagne

  1. Klicken Sie auf „Kampagne erstellen“ und wählen Sie Sponsored Brands.
  2. Wählen Sie einen Kampagnennamen. Dieser ist nur für Sie selbst oder Mitarbeiter mit Zugang zur Advertising Konsole sichtbar. Um eine bessere Struktur und Übersicht zu erhalten, empfehlen wir Ihnen Kampagnennamen folgendermaßen aufzubauen:
    • Tipp Name der Produktgruppe + „sponsored brands“ + das aktuelle Quartal oder Jahr.
  3. Sie müssen kein Portfolio wählen, das kann jedoch hilfreich sein, wenn Sie ein großes Sortiment haben und viele Kampagnen aktiv sind. Sie können Kampagnen auch noch nachträglich einem Portfolio hinzufügen.
  4. Geben Sie ein Start- und ein Enddatum an. Dies kann beispielsweise für Aktionen oder für saisonale Produkte hilfreich sein.
  5. Wählen Sie ein Tagesbudget. Fangen Sie mit einem kleinen Tagesbudget an, denn sie können es beliebig oft anpassen! Das Risiko bei einem zu hohen Tagesbudget besteht darin, dass Sie mit einem oder mehreren Keywords viel Geld verbrennen könnten, bevor Sie es merken. Sie erhalten übrigens eine E-Mail, wenn einzelne Kampagnen das Budgetlimit vorzeitig erreichen.
  6. Anders als bei den Sponsored Products, wählen Sie nun die Landing Page. Eine Landing Page ist die Seite, zu welcher Interessenten nach einem Klick auf die Anzeige weitergeleitet werden. Folgende 3 Optionen stehen zur Verfügung:
    • Amazon Store: Stores stehen nur registrierten Marken zur Verfügung. Sie können Ihre Marke über diesen Link registrieren: Amazon Brand Registry. Stores sind ein hervorragendes Mittel, um Ihr Unternehmen und einzelne Produkte vorzustellen. Die Erstellung ist kostenlos und ohne Programmierkenntnisse möglich. Wenn Sie bereits einen Store erstellt haben, können Sie eine beliebige Unterseite des Stores wählen, die beworben werden soll.
    • Neue Produktlistenseite: Amazon erstellt eine neue Seite, die den Suchergebnissen ähnelt. Darin enthalten sind Produkte, die Sie für die Kampagne auswählen. Beachten Sie, dass mindestens 3 Produkte ausgewählt sein müssen.
    • Benutzerdefinierte URL: Tragen Sie eine beliebige Amazon-URL in das Feld ein, welche dann über die Kampagne beworben wird.
  7. Haben Sie einen Store, mehrere Produkte oder eine URL ausgewählt, folgt nun das Design der Kampagne. Hier können Sie ein Logo, den Markennamen, eine Überschrift/einen Slogan oder/und ein benutzerdefiniertes Bild für mobile Geräte wählen. Zudem wählen Sie hier die zu bewerbenden Produkte und die Reihenfolge dieser. Nutzen Sie die Anzeigenvorschau, um zu erfahren wie die Ad auf verschiedenen Geräten und Platzierungen aussehen wird.
  8. Im nächsten Schritt stehen Ihnen nun 2 weitere Optionen zur Wahl:
    • Schlüsselwort-Ausrichtung: Amazon richtet die Kampagne nach den von Ihnen gewählten Keywords aus.
    • Produktausrichtung: Wählen Sie relevante (Unter-)Kategorie(n) oder einzelne Produkte.  Das Targeting nach Kategorie hat hohe Streuverluste, weshalb wir diese Option nur sehr selten nutzen.
      Hinweis Die Ausrichtung nach einzelnen Produkten kann jedoch sehr vielversprechend sein. Im nächsten Schritt können Sie die jeweilige Kategorie oder einzelne Produkte hinzufügen und ein Standardgebot dafür festlegen.
  9. Sie haben die Schlüsselwort-Ausrichtung gewählt und können nun Keywords wählen. Aufgrund der von Ihnen gewählten Produkte, hat Amazon auch einige Vorschläge für Sie. Es lohnt sich meistens einen Blick auf die Vorschläge zu werfen, auch wenn nicht alle darin enthaltenen Keywords für Sie in Frage kommen. Sie bestimmen! Zudem können Sie über die Funktion „Liste eingeben“ oder „Datei hochladen“ eigene hinzufügen. Für jedes Keyword wählen Sie einen oder mehrere Übereinstimmungstypen. Zur Wahl stehen „Weitgehend“, „Wortgruppe“ und „Genau passend“.
    • Weitgehend: Pluralformen, verwandte Suchbegriffe und eine beliebige Reihenfolge der enthaltenen Wörter im Keyword werden bei diesem Übereinstimmungstyp ebenfalls berücksichtig. Mehr Impressions, aber auch größere Streuverluste sind die Folge davon.
      Beispielkeyword „Kühlschrank für Getränke“: Die Anzeige wird auch ausgespielt wenn jemand nach „Kühlschrank für kleine Getränke“ sucht, obwohl das Wort „klein“ nicht Teil unseres Keywords ist.
    • Wortgruppe: Ähnlich wie weitgehend, nur bleibt die Reihenfolge der enthaltenen Wörter gleich. Sollte also in diesem Fall jemand nach „Kühlschrank für kleine Getränke“ suchen, wird die Ad nicht ausgespielt. Sucht man jedoch nach „Kühlschrank für Getränke klein“, bleibt die Reihenfolge erhalten und die Anzeige wird ausgespielt.
    • Genau Passend: Nur eine exakte Übereinstimmung führt zur Auspielung der Anzeige. Hinweis Pluralformen werden hierbei ebenfalls berücksichtigt.
  10. Für jedes dieser Keywords und jeden Übereinstimmungstyp können Sie ein individuelles Gebot, das vorgeschlagene Gebot oder ein Standard-Gebot wählen.
    Hinweise Vorgeschlagene Gebote sind zum Start einer Kampagne oftmals sinnvoll, prüfen Sie jedoch nach, ob manche Gebote nicht zu hoch sind und passen Sie diese gegebenenfalls an. Standardgebote empfehlen wir nicht, da die Gebotsspannen stark voneinander abweichen können und somit bei manchen Keywords zu keinen oder kaum Impressionen führen, während andere Keywords mit diesem Gebot viele Impressionen sammeln werden. Da Sie mit einer neuen Kampagne jedoch ermitteln wollen, welche der gewählten Keywords zu guten Ergebnissen führen, ist ein Standard-Gebot für alle Keywords nicht zielführend.
  11. Zu guter Letzt haben Sie noch die Möglichkeit negativ Keywords hinzuzufügen. Negative Keywords verhindern die Ausspielung der Werbeanzeige. Wenn sie beispielsweise Geldbörsen aus Lederimitat verkaufen, könnten Sie das Wort „Echtleder“ in die Liste aufnehmen. Damit reduzieren Sie die Streuverluste und mindern Ihre Werbekosten.
    Achtung Die Übereinstimmungstypen „Wortgruppe“ und „Weitgehend“ machen es möglich, dass zusätzliche Wörter mit Ihren Keywords kombiniert werden können. Ähnlich wie bei der Schlüsselwort-Ausrichtung können Sie zwischen 2 Übereinstimmungstypen wählen, „genau passend negativ“ und „Wortgruppe negativ“.
  12. Anders als bei Sponsored Products Kampagnen werden Sponsored Brands Kampagnen erst überprüft, bevor sie aktiv ausgespielt werden. Die Freischaltung erfolgt in der Regel recht zügig. Amazon überprüft lediglich die Freitextfelder auf verbotene Werbebotschaften und Grafiken.  Orientieren Sie sich an den Richtlinien und den Info-Symbolen im Kampagnen-Editor. Klicken Sie zuletzt auf „zur Überprüfung senden“ oder speichern Sie den Entwurf.

Weitere Leitfäden

Sponsored Products – Leitfaden und Tipps
Sponsored Display – Leitfaden und Tipps
Einstieg in Amazon Advertising – was sind eigentlich Keywords und wozu benötigt man sie?

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